Dienstag, 10. März 2015

TTR Gabel und Motor

Ehrlich gesagt habe ich nicht so das Händchen um Motorräder optisch hübsch zu machen. Trotzdem erfreue ich mich hin und wieder an dem einen oder anderen Detail.

Zum Beispiel wenn der Dreck abgeht ohne großes Schruppen (habe ich natürlich trotzdem vorher versucht). Rechte Seite gestrahlt. Ist auf jeden Fall ein enormer Unterschied.
Bei dem TT59X Fender dahinter bekommt man zwar den lack runter, leider ist die Farbe aber ins Material eingedrungen.


Da ich mich ja besonders gerne den Fahrwerken widme, habe ich heute mal was für mich neues ausprobiert.
Feder gestrahlt mit Glasperlen und danach poliert.
Oben nur gestrahlt, unten poliert.
Gleitrohre und Kolbenstange  auch gleich bearbeitet.


Base und Midvalve vorher zerlegt.
 Shimsetting (alles 0,1 bis auf die mit Klammern)
MV: 19,19,12,19,17,17,15,  12(2,0)
BV: 19,19,17,17,15(0,2),15(0,2),  12 (2,0)

Hmm
Hmm, wird Zeit das wieder was Zusammengebaut wird. Platz ist alle.

Aber da ist ja auch noch ein Motor...
 Fürn Steuerkettenwechsel der linke Motordeckel ab.


Ach nö, zum Kurbelwelle blockieren muss ja auch noch der rechte ab... .
Yamaha hat auch nichts zu tun innerhalb einer Modellreihe die Maße vom Abzieher zu ändern.
Schnell neue Löcher in den Abzieher gebohrt (Radius 40, anstatt 30 wie bei der 43f).

Durch die neue Garage ist alles Griffbereit und es macht sich kein Motivationstief breit.
Tischbohrmaschine ist von Bosch, und gar nicht so unpratisch.
Polrad ging mit etwas mehr Kraft glücklicherweise auch irgendwann ab.
Ich habe mich entschlossen gleich alles aus dem Xt-Projekt zu verbauen, spart Zeit und Geld.
Und das wichtigste es geht voran.
Beschichteter Kolben und neue Steuerkette verbaut.

Ach schön, wenn alles schon fertig ist. Ach nö da fehlt eine Schraube.
Schnell aus den anderen Kopf raus gemacht, ging mir ausreichend Wärme auch relativ enstspannt.
Danach den Zylinder drauf und den unteren Teil vom Kopf. Morgen wird der Motor vielleicht schon fertig.
FB lag noch eins in meinen Keller rum. Klaro komplett überholt und mit beschichteter Kolbenstange.
Vielleicht lässt sich mein Freundin überreden ein Verhüterli fürs FB zu nähen.

Sehr erfreulich ist auch, dass der Schwingen -Überholungssatz der TT59X bei der TTR passt.
Spart auch ordentlich Geld.
Das Schwenklager (93399-999T4)  in der Umlenkung ist das gleiche wie bei Öhlins Federbeinen, da sollte auch noch was im Regal zu finden sein.

Montag, 9. März 2015

TT 600R

Eine weitere Reise und ein paar Fischbrötchen später steht plötzlich eine  TT600R in der Garage.
Stehen ist vielleicht das falsche Wort, aber so passte sie wenigstens gut in den Kofferraum.

 
Zerlegt werden musste sie eh, da am Motor was gemacht werden muss und es das ein oder andere zu überholen gibt.


Steuerkette könnte man auch mal machen.

Nicht oiginal, aber gar nicht so unpraktisch.





Ventiltrieb in Ordnung, VSD müssen aber getauscht werden.

Kreuzschliff noch erkennbar und auch noch fahrbar, aber wenn er einmal offen ist wird natürlich auch das gleich mit erledigt.


Viel Platz hat Vorteile.
So ein Kran auch zum putzen und schrauben.





Alles ziemlich dreckig, der Waschtisch bewährt sich.




Oder vielleicht doch beim nächsten mal einen größeren kaufen?
Schwinge wird auch gleich gereinigt. Klebt wie meistens viel Fett dran.
Leider kommen auch die ersten Defekte zum Vorschein. Untere Buchse zwar gereinigt und poliert, brachte aber nichts, da doch eine paar Riefen vorhanden sind.
Ordentlich dreckig ist auch das Federbein.
Gabel sieht innerlich leider genauso wie das FB von außen aus.
Umlenkung sieht noch recht gut aus. Lager werden aber gewechselt.

Das Schwenklager hat schon Riefen.

Jetzt erstmal Ersatzteile raussuchen und dann gehts hoffentlich ruckzuck weiter in die andere Richtung.

Sonntag, 1. Februar 2015

WP Federbein und Dämpfungsveränderung

 Bis vor kurzen habe ich mich nur mit Kayaba und Öhlins Stoßdämpfern beschägtigt. Liegt einfach daran das ich selbst nix orangenes fahre.  Aber irgendwie kommt man nicht dran vorbei. Da jetzt ja auch eine KTM im Freundeskreis unterwegs ist, lag es dann doch mal nahe sich mit WP zu beschäftigen.

Und schon ist es zerlegt.


Das besondere an dem WP Federbein ist das es 2 Kolben besitzt, das liegt an der fehlenden Umlenkung bei den offroad KTM´s.
Die Verarbeitung scheint ordentlich, aber gröber als bei Öhlins (Gewicht der Teile).

Negativ auffällig war nur der vergammelte Zugstufeneinsteller.

Aufwendig war nach dem zerlegen allerdings die Montage.
Am AGB ist kein Ventil oder Gummistopfen zum befüllen mit N², sondern eine Schraube die unter Druck verschraubt wird.




Außerdem wird eine Zentrierhülse benötigt zum festschrauben der Kolben auf der Kolbenstange
 Sieht dann so aus. (wird übrigens auch in der WP Anleitung mit einen Schraubendreher gezeigt)




Hier das benötigte Werkzeug zum verschrauben unter Druck. Selbsgebaut und etwas anders als das Original von WP . Im ersten Bild noch nicht ganz fertig. Ein Schraubendreher wird genutzt zum zuschrauben des AGB. Das alles abgedichtet mit O-Ringen und fertig.
Die Bronze Kontermutter ist überflüssig, da war mein Dreher etwas zu fleißig.
 Beim befüllen. Flügelmutter und kleine Rändelmuttern sind nur ein Provisorium, da kommen irgendwann große Rändelmutter dran.

Richtig toll war übrigens die Verfügbarkeit von Teilen. Jeder KTM Shop kann das WP Zeug bestellen und man bekommt die Zeichnungen/Anleitungen und Teilnummern im Internet.
Große Klasse, da könnte Öhlins sich mal eine Scheibe abschneiden.
Die Preise variieren, sind aber abgesehen von dem Preis für einen  bestimmten  Anschlagpuffern in Ordnung .



 Und was kommt als nächstes. Klaro Wilbers. ich warte schon sehnsüchtig darauf.
 Die Preise zw. Öhlins und Wilbers unterscheiden sich ja doch recht stark voneinander. Ob man den Preisunterschied sieht? 
Ich werde auch direkt die Kennlinien vergleichen können, dazu unten mehr.


Im Endeffekt habe ich bis jetzt nichts gemacht als den normalen Service/Reparatur an den Fahrwerken. Natürlich habe ich auch mal was geändert wie einen andere Gabel, Feder  oder Federbein zu zu verbauen. Klar ergaben sich dadurch Vorteile und man konnte positive Effekte spüren beim fahren.


Aber da gab es dann doch noch diese kleine Unbekannte, die Dämpfung.
Immer vorhanden und manchmal so bescheiden.

Irgendwie fehlte es mir kräftig an Hintergrundwissen zu diesen Thema. Die Suspension Bible von  Race Tech konnte zwar schon viel erklären und gab mir die erste Basis in dem richtig interessanten Bereich der individuellen Abstimmung hilft sie einen nicht weiter.

In der deutschen Sprache waren eigentlich fast kein Informationen zu finden. Im englischen aber schon und so fand ich diese Seite:

Auf dieser Website geht es um das Programm Restackor. Mit Hilfe dieser Software kann man die Dämpfung sich in Werten und Grafen ausgeben lassen.

Sieht dann zum Beispiel so aus:
Druckstufe Xt 600 3Aj Federbein
Die Eingabewerte werden durch die Kolbengeometrie und die Shims (Durchmesser und Stärke) vorgegeben.
Mithilfe der Grafen kann man die Änderung an der Dämpfung über andere Shims oder Kolben schon vor dem Umbau visualisieren.

Leider muss man bei den meisten alten XT und TT aber erstmal eine Grundlage schaffen um überhaupt an der Dämpfung arbeiten zu können (abgesehen vom ändern der Ölviskosität)

Die Kolben der XT meisten Xt und der TT 350 sehen wie der hier aus. Einfach ein paar Löcher und nur ein paar Shims für die Druckstufe.

Der Unterschied zu einen neuen Kolben ist hier sehr gut zu sehen.

 Der "goldene" Kolben  ist aus dem Zubehör und bietet die Möglichkeit Zug und Druckstufe über Shims zu verändern.

Ein ähnlich "Problem" gibt es bei der Gabel der TT 600 3sw.
Diese besitzt zwar schon eine  Cartridge mit Kolben und Shims, aber leider ist hier eine Änderung der Dämpung nur begrenzt möglich. Ursache dafür ist auch der Kolben mit seinen altmodischen Design.
Alternativ kann man aber auch wieder Kolben aus dem Zubehör

oder was neueres von Kayaba kaufen.

Leider sieht man dann nicht wie schön es im inneren der Gabel aussieht.




Leider ist der Kauf von den paar Kolben nicht alles, den die Abstimmung verbraucht dann doch recht viel Zeit. Mit der Software kommt man aber sicherlich schneller zum Ziel als durch reines ausprobieren.

























Freitag, 30. Januar 2015

Das XT Projekt ist vorbei, es lebe ein neues XT Projekt

In den letzten 9 Monaten ist bei dem eigentlichen Projekt nicht viel passiert.
Und ein bestimmter Umstand hat dazu geführt, dass das bis jetzt vorgestellte Projekt nicht realisiert wird.

Glücklicherweise ist dieser besagte Umstand die XT 600 von einen guten Freund, der mittlerweile auf einer KTM 690 unterwegs ist.
Es wurde im Endeffekt soviel dran gemacht, das ein Verkauf schade und nicht wirklich sinnvoll gewesen wäre. Also gibt es jetzt eine Gemeinschafts XT.

Der Motor aus dem Projekt Bike wird fertig gestellt und beim ersten größeren Motordefekt in die "neue XT" eingebaut.

Diese Situation bringt mir Zeit für den Teil am Motorrad, der mich  am meisten begeistert, das Fahrwerk.

Am Heck gibt es nicht viel Arbeit. Öhlins FB, neue Lager und Achsen/Bolzen wurden schon verbaut.
Mittlerweile wurde der Schlauch vom AGB auch um 15cm verlängert für eine schönere Montage.

Jetzt fehlt nur noch ein schöner Halter für den AGB.

An der Front wartet schon mehr Arbeit. Ihr erinnert euch, an das Projekt sollte eigentlich eine 46 KYB Gabel. Die wird erstmal nicht an der XT verbaut. Wir (mein Freund und ich) haben uns darauf geeinigt die XT nicht "so stark" zu verändern .
Wir gehen hier einen anderen Weg der Optimierung. Schrott wird flott.

Ab 130 kmh war die Front sehr instabil auf der Straße. Auf ausgewaschenen Feldwegen konnte die Gabel leider auch nicht mit dem Federbein mithalten.

Diese beiden Probleme gilt es zu beseitigen.

Hier ist sie, die Gute.

Und hier vielleicht das Problem für das Ruckeln bei höherer Geschwindigkeit?

Gabelbuchsen sehr stark abgenutzt.
Auch die Riefen an dem "Dämpfungsrohr" schauen nicht gerade Vorteilhaft aus.





Auspacken ist immer am schönsten.
 Was ist den da drinnen, mhhhh, beschichtete Gleitrohre. Und die Standrohre habe ich auch gestrahlt.
Vorher wurde die Gleitrohre vermessen und haben einen leichten Kreuzschliff bekommen.
 Neues Spielzeug, neue Möglichkeiten und hoffentlich kürzere Wartezeiten auf Drehteile.
Feder wurde poliert.
So eine Drehmaschine ist auch Thema für sich.


Mehr wird erstmal nicht gezeigt.
Hoffentlich dauert es nicht wieder 9 Monate bis zum nächsten Post....

Donnerstag, 1. Mai 2014

Öhlins für die Xt 600, TT 350 etc.

Es gab ja einige Fragen in letzter Zeit zum Öhlins in der Xt 600.
Hier einige Infos zum orginalen

Öhlins Federbein der Yamaha TT 600S.
Länge 391,5mm (Auge-Auge)
Federrate 63 N/mm
Oberes Auge 43mm breit, Di 12mm 
unteres Auge                      Di 12mm

Mittels etfernen der Spacer im inneren des Federbeins kann man das Federbein um 6mm verlängern. Mit einen neueren Öhlins Dichtkopf kann man weitere 8 mm verlängern, auf maximal 405mm Länge des Federbeins.
Logischer Weise reduziert sich dabei die Länge des maximalen Vorspannungsweg bei orginaler Feder.



Federbein Xt 600 Orginal
43f
2kf 
Länge  388mm
Oberes Auge 35mm breit, Di 12mm 
unteres Auge 34mm breit   Di 14mm
3tb
Länge  378mm


Öhlins Xt 600/Tenere  (nicht 3tb, ohne Ausgleichsbehälter und Druckstufeneinstellung)
Länge 388 mm

Federrate 85 N/mm


Öhlins Xt 600 3tb (ohne Ausgleichsbehälter und Druckstufeneinstellung)
Federrate 95 N/mm

TT 350
Länge 403mm
Oberes Auge 30mm breit, Di 12mm 
unteres Auge 30mm breit   Di 12mm

Felhende Maße werden nach und nach eingetragen. Falls jemand genaue Maße hat, bitte ich um ein Kommentar.

Bei der Federrate der alten Tenere`s und alten Xt 600 habe ich unterschiedliche Angaben von Öhlins gefunden. Ich vermute das die leichten 600er (43f,2kf) eine 85 N/mm Feder haben und die Tenere´s eine 95 N/mm Feder aufgrund des größeren Gewicht (größerer Tankinhalt etc.).

 Um das TTS Federbein in eine Xt 600 einzubauen presse ich das obere Silentlager aus und baue ein  passendes Silentlager oder ein Lager mit entsprechenden Buchsen ein.
Unten baue ich passende Buchse ein. Empfehlenswert ist es hier das genau Maß des Umlenkhebels zu messen und die Buchsen dementsprechend anzufertigen.

Beim überholen kann man die passende Länge mittels Spacern und Dichtkopf "einstellen".
Für die 600er ist eine an das Motorradgewicht und Fahrergewicht angepasste Feder notwendig!
Falls vorhanden kann die orginale Feder eingebaut werden. Empfehlenswert ist aber eine neue Feder.

Beim Kauf eines alten Federbein sollte die Überholung mit Ersatzteilen eingeplant werden. Dabei kann man sich auch gleich Feder und Shimbelegung auf sein Gewicht anpassen lassen.
Die Federn sind orginal meist für 75kg Fahrergewicht ausgelegt.

Ganz unten ist die Kolbenstange eines "Schnäppchens" zu sehen. Leider sieht man so einen Schaden meist erst beim zerlegen.

TTS 600, oberes und unteres Auge

Aufbau unteres Lager; Lager, Dichtung aus Schaumstoff, Buchse

oben, ohne Buchsen 40mm

oben, mit Buchsen 43mm

Spacer im TTS Federbein, 6mm

TTS 600, defekte Kolbenstange

TTS 600, dazugehöriger Dichtkopf mit defekter Gleitbuchse